Dürfen Katzen Bananen essen?

Von Norbert Paulus • Zuletzt aktualisiert am 2. Dezember 2021

duerfen-katzen-bananen-essenWir Menschen mögen die süße und tropische Frucht gerne, aber können auch Katzen Bananen essen?

Die kurze Antwort lautet ja, aber wie bei den meisten menschlichen Lebensmitteln gibt es einige Dinge, die Katzeneltern beachten müssen, bevor sie ihrem Haustier Bananen servieren.

In diesem Artikel werden wir herausfinden, ob Bananen ernährungsphysiologische Vorteile für Katzen haben, wie viel du ihnen gefahrlos anbieten kannst und vieles mehr.

Ist eine Banane für Katzen gesund?

Wenn du dich fragst, ob du Bananen an deine Katze verfüttern kannst, lautet die kurze Antwort: Ja.

Die lange Antwort beinhaltet einen Blick auf die Ernährung von Katzen und die Maßnahmen, die du ergreifen solltest, damit deine Katze sicher und gesund bleibt.

Sicher, Bananen sind ein schmackhafter und gesunder Snack für Menschen, aber was ist mit unseren katzenartigen Freunden? Können Katzen auch Bananen essen? Die kurze Antwort lautet: Ja – Bananen gelten im Allgemeinen als sicher für Katzen.

Aber bevor du deine Katze auf eine Banane loslässt, solltest du die Vor- und Nachteile abwägen. Denn nur weil deine Katze eine Banane essen kann, heißt das noch lange nicht, dass sie das auch sollte.

Können Katzen Bananen essen?

Ja, Katzen können Bananen bedenkenlos essen, weil sie ungiftig sind, aber sie sollten die Frucht nur in Maßen verzehren.

Ob deine Katze vom Verzehr von Bananen profitiert, ist eine andere Frage. Bananen sind zwar unglaublich reich an Nährstoffen (z. B. Vitaminen, Mineralien und Ballaststoffen), die auch für den Menschen nützlich sind, aber du solltest bedenken, dass die Nährstoffe, die deine Katze braucht, nicht dieselben sind wie die, die du als Mensch brauchst.

Als obligate Fleischfresser decken Katzen ihren Nährstoffbedarf durch den Verzehr von anderen Tieren (Fleisch). Der beste Weg, diesen Bedarf zu decken, ist also, sie mit einer vollständigen und ausgewogenen Ernährung zu versorgen. Wenn deine Katze alle benötigten Nährstoffe über ihr Katzenfutter bekommt, sind Leckerlis wie Bananen nicht nötig.

Mögen Katzen Bananen?

Das hängt von der jeweiligen Katze ab, aber wenn man bedenkt, dass Katzen notorisch wählerische Esser sind, sind die meisten von ihnen nicht so sehr daran interessiert, mit neuem Futter zu experimentieren wie Hunde.

Darüber hinaus haben viele Katzen sogar Angst vor Bananen. Du hast bestimmt schon lustige Videos gesehen, in denen sich Katzen vor einer harmlosen Banane erschrecken. Experten erklären, dass das daran liegt, dass die meisten Katzen den Ethylacetat-Geruch dieser Früchte nicht mögen.

Bananenschalen auf die Möbel zu reiben, kann ein guter Trick sein, um zu verhindern, dass dein Haustier sie zerkratzt. Es besteht auch die Möglichkeit, dass die Form der Banane sie an eine Schlange erinnert und sie erschreckt.

Gibt es ernährungsphysiologische Vorteile bei der Fütterung von Katzen mit Bananen?

Der Clinical Nutrition Service sagt, dass Katzen einen besonderen Nährstoffbedarf haben, der durch ihre Ernährung gedeckt werden muss, und die Nährstoffe, die sie brauchen, sind einfach nicht dieselben wie die, die Menschen (oder sogar Hunde) brauchen.

Als obligate Fleischfresser sind Katzen auf Nährstoffe angewiesen, die nur in tierischen Produkten enthalten sind, ähnlich wie in der freien Wildbahn. Das bedeutet aber nicht, dass du für deine Katze Mäuse jagen musst (ganz im Gegenteil: Wenn du deine Katze Nagetiere fressen lässt, kann sie sich mit Parasiten infizieren).

Der Clinical Nutrition Service bringt es am besten auf den Punkt: “Der einfachste und bequemste Weg, den Nährstoffbedarf einer Katze zu decken, ist eine vollständige und ausgewogene kommerzielle Ernährung, die von einem zertifizierten Tierernährungswissenschaftler oder einer Person mit einem Doktortitel in Tierernährung zusammengestellt wurde.”

Das bedeutet, dass Leckereien wie Bananen nicht notwendig sind, da deine Katze alle benötigten Nährstoffe über ihr normales Katzenfutter erhält. Und wenn es um Nährstoffe geht, ist mehr nicht immer besser.

Wenn du einer Katze mehr Nährstoffe gibst, als sie braucht, kann das sogar Probleme verursachen. Im Fall von Bananen bieten diese kohlenhydratreichen Früchte deiner Katze keinen wirklichen Nutzen.

Wann sind Bananen schlecht für Katzen?

katze-frisst-bananeKatzen reagieren empfindlich auf fremde Nahrung. Die Verdauung von pflanzlicher Nahrung ist für sie schwierig, deshalb kann die Fütterung von Bananen bei deinen Katzen zu Magenverstimmungen führen.

Bananen haben einen hohen Gehalt an Kohlenhydraten und Zucker. Katzen fehlen die Enzyme, die sie für ihre Verdauung brauchen. Deshalb sollte eine gesunde Katzennahrung nicht mehr als 2 % Zucker oder Kohlenhydrate enthalten. Ein Stück Banane hier und da schadet deiner Katze also nicht, aber wenn du sie häufig oder in großen Mengen fütterst, kann das den Blutzuckerspiegel erhöhen, was zu Fettleibigkeit und Diabetes führen kann.

Zu den häufigsten Anzeichen von Katzendiabetes gehören ständiges Wasserlassen, übermäßiger Durst, Appetitlosigkeit, Erbrechen und eingeschränkte Beweglichkeit. Wende dich sofort an deinen Tierarzt, wenn du eines dieser Symptome bemerkst, und denke an das Alter deines Tieres, denn mit zunehmendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Katzen an Diabetes erkranken.

Bananen enthalten auch einen hohen Anteil an Ballaststoffen. Katzen können einige der Nährstoffe aus Bananen nicht aufnehmen; sie profitieren nur von den Ballaststoffen, die den Stuhl verdichten können. Ballaststoffe gelten nicht als essentieller Bestandteil der Katzennahrung, sodass der zusätzliche Nutzen von Bananen begrenzt ist.

Außerdem solltest du besonders vorsichtig sein, denn manche Katzen können schon auf den Verzehr einer kleinen Bananenportion allergisch reagieren. Nach Angaben des Clinical Nutrition Service können sogar Lebensmittel, die als sicher gelten (wie Bananen), unerwartete Reaktionen hervorrufen.

Zu den Symptomen einer allergischen Reaktion auf Bananen gehören Juckreiz in Mund und Rachen, Schwellungen, juckender Ausschlag, Keuchen, Verengung des Rachens usw.

Wenn du diese Symptome oder etwas anderes Ungewöhnliches bemerkst, nachdem du deiner Katze eine Banane serviert hast, solltest du unbedingt deinen Tierarzt kontaktieren.

Gibt es irgendwelche Risiken bei der Fütterung von Katzen mit Bananen?

junge-katze-bananeDer Clinical Nutrition Service sagt zwar, dass Bananen für Katzen ungiftig sind, weist aber darauf hin, dass es einige Vorbehalte gibt.

Erstens: Viel Glück, wenn du dein Kätzchen dazu bringst, eine Banane zu fressen – Katzen sind notorisch wählerisch und da sie von Natur aus dazu neigen, nur Fleisch zu essen, werden sie wahrscheinlich nicht so interessiert sein wie deine Hundegefährten.

Zweitens gelten Bananen nur für gesunde Katzen als unbedenklicher Leckerbissen für zwischendurch. Wenn deine Katze also eine gesundheitliche Störung hat (z. B. Diabetes), solltest du sie nicht mit Bananen füttern.

Drittens solltest du bedenken, dass keine Katze wie die andere ist und dass ihre Ernährungsgewohnheiten sehr unterschiedlich sein können, wenn es darum geht, bestimmte Lebensmittel zu vertragen. Der Clinical Nutrition Service erklärt: “Manche Katzen können ein bestimmtes Futter problemlos vertragen, während eine andere Katze das gleiche Futter zu sich nimmt und Erbrechen, Durchfall oder andere unerwünschte Symptome entwickelt.”

Und schließlich solltest du daran denken, dass der Großteil der Kalorien deiner Katze aus Nahrungsmitteln stammen sollte, die speziell für die Nährstoffversorgung deiner Katze entwickelt wurden.

Menschliche Lebensmittel wie Bananen sollten nur als gelegentliche, kleine Leckerei angeboten werden – und nicht als täglicher Nachtisch.

Können Kätzchen Bananen essen?

Im ersten Lebensjahr brauchen Kätzchen eine besondere Ernährung, die ihr Wachstum und ihre Entwicklung unterstützt. Sie sollten spezielles Futter fressen, das reich an Proteinen, Magnesium, Kalzium und anderen wichtigen Nährstoffen ist.

Gegen Ende der ersten 12 Monate können schrittweise kleine Leckereien eingeführt werden, z. B. Bananen. Es ist jedoch immer am besten, deinen Tierarzt zu konsultieren, bevor du neue Lebensmittel in den Speiseplan deines Tieres aufnimmst.

Wie man Bananen sicher an Katzen verfüttert

Unter Berücksichtigung der Ernährungsbedürfnisse deiner Katze und der Risiken, die mit dem Verzehr von Bananen verbunden sind, findest du hier einige Tipps, wie du Bananen sicher an deine Katze verfüttern kannst:

  • Schneide die Banane in mundgerechte Stücke, etwa in der Größe eines Katzenfutters. Du kannst auch eine kleine Portion zu einem Püree verarbeiten und über das Futter streuen. Auch die Zugabe von Wasser ist eine gute Idee.
  • Die Schale ist ungenießbar, daher solltest du sie entfernen, bevor du die Banane deiner Katze anbietest. Sie stellt nicht nur eine Erstickungsgefahr dar, sondern kann auch zu Verdauungsstörungen führen, wenn sie verschluckt wird. Füttere deiner Katze kein anderes Obst, nachdem sie eine Banane gegessen hat, und halte dich von verfaulten Bananen fern, da diese nur zu Magenverstimmungen führen.
  • Achte auf die Menge, die du deiner Katze fütterst. Plötzliche Änderungen in ihrer Ernährung oder zu viel Banane können zu Magenverstimmungen führen. Eine große Menge Banane kann auch schwer verdaulich sein und sogar Verstopfung verursachen. Denk daran, dass Leckerlis nicht mehr als 10 % der täglichen Kalorienzufuhr deines Tieres ausmachen sollten. Wenn deine Katze zum Beispiel 200 Kalorien pro Tag zu sich nimmt, sollten nur 20 der Kalorien aus Leckerlis stammen. Nach Angaben der US Food and Drug Administration enthält eine Banane etwa 110 Kalorien. Wenn du dir nicht sicher bist, wie viele Kalorien dein Katzenfreund braucht, kannst du jederzeit deinen Tierarzt befragen.
  • Beginne mit einem kleinen Stück Banane und beobachte die Reaktion deiner Katze. In den meisten Fällen treten die Anzeichen einer allergischen Reaktion fast unmittelbar nach der Einnahme auf. Wenn du Verdauungsprobleme wie Durchfall oder Erbrechen bemerkst, rufe deinen Tierarzt an.
  • Besprich dich immer mit deinem Tierarzt, bevor du neue menschliche Nahrungsmittel in den Speiseplan deiner Katze aufnimmst.

Können Katzen andere Früchte essen?

Wenn du Zweifel hast, ob du deiner Katze eine Banane anbieten kannst, oder sie den Geschmack einfach nicht mag, solltest du in Erwägung ziehen, ihr andere für Katzen geeignete Früchte als gesunden Snack zu geben.

Einige der für Katzen geeigneten Früchte sind Blaubeeren, Erdbeeren, Wassermelonen und Äpfel (ohne Kerne und Kerngehäuse).

Auch einige Gemüsesorten sind für Katzen unbedenklich, darunter Karotten, Spinat, grüne Bohnen, Zucchini, Salat und Kartoffeln (ohne Zusatz von Salz, Gewürzen oder Butter).

Fazit

Kann eine Katze Bananen essen, mehr oder weniger, ja. Allerdings kann eine Katze keine Süße schmecken, weil ihr das genetische Bedürfnis fehlt, das zu entwickeln.

Da Katzen Fleischfresser sind, brauchen sie Fleisch und Eiweiß. Bananen sind im Wesentlichen eine zuckerhaltige Frucht. Auf lange Sicht nimmt die Zunge einer Katze die Süße der Frucht nicht besonders wahr.

Wenn deine Katze Bananen mag, dann ist sie wirklich ein neugieriges Wesen. Willst du dein Haustier verwöhnen? Im Großen und Ganzen mögen Katzen eine gefrorene Banane als selbstgemachte Sommerleckerei und sie ist leicht zu Hause herzustellen.

Bananen gehören zu den nahrhaftesten Früchten. Wenn du überlegst, ob du eine Banane mit deiner Katze teilen willst, solltest du jedoch bedenken, dass zu viel Banane den Magen der Katze verderben und gesundheitliche Probleme hervorrufen kann.

Zusammenfassung:

  • Bananen sind für Katzen nicht giftig, aber sie enthalten viel Zucker, den Katzen nur schwer verdauen können.
  • Ein Stück Banane als gelegentlicher Leckerbissen wird deinem Tier wahrscheinlich nicht schaden, aber der regelmäßige Verzehr kann den Blutzuckerspiegel erhöhen und zu Gewichtszunahme und Diabetes führen.
  • Zu viel Banane kann zu Magen-Darm-Verstimmungen, Erbrechen und Durchfall führen.
  • Deine Katze profitiert nicht wirklich vom Verzehr von Bananen. Sie ist besser dran, wenn du sie mit gesunden, fleischhaltigen Snacks fütterst.
  • Dein Tierarzt oder deine Tierärztin kann dir am besten sagen, was deine Katze essen sollte.
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